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Redaktion -
10. November 2025 um 17:40 - Empfohlen
Tiefgarage am Stadtmuseum Oldenburg: Einsturzgefährdet?
Hintergrund: Sanierungsbedarf schon länger bekannt
Nach einer Sonderprüfung wurden im Frühjahr erste Sofortmaßnahmen umgesetzt – darunter der Einbau zusätzlicher Stützen zur Verstärkung der Zwischendecke. Seitdem wird die Garage regelmäßig kontrolliert, um schnell auf Veränderungen reagieren zu können.
Aktuelle Lage: Risiko erfordert schnelles Handeln
Nun hat eine erneute Bewertung durch einen Prüfstatiker ergeben, dass die Standsicherheit ohne zusätzliche Maßnahmen gefährdet sein könnte. Stadtrat Holger Denckmann erklärt dazu: „Dass die Tiefgarage sanierungsbedürftig ist, ist längst bekannt. Die aktuelle Prüfung hat jedoch gezeigt, dass sofortiges Handeln nötig ist, um mögliche Gefahren auszuschließen.“
Deshalb wurde im jüngsten Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft und Hochbau beschlossen, die geplanten Arbeiten vorzuziehen – ein Beschluss, der im nichtöffentlichen Teil gefasst wurde.
Maßnahme: Stahlhilfskonstruktion für mehr Stabilität
Der Prüfstatiker empfiehlt, eine zusätzliche Stahlhilfskonstruktion einzubauen, die das Bauwerk aussteift und absichert. Mit dieser Maßnahme soll die Stabilität der Tiefgarage gewährleistet werden, ohne dass die vierspurige Straße über der Garage gesperrt werden muss – ein wichtiger Punkt für den Verkehrsfluss in der Innenstadt.
Da die Garage direkt an andere Gebäude grenzt, besteht im Ernstfall auch für die Nachbarbebauung ein Risiko. Die geplante Stahlkonstruktion soll genau das verhindern. Denckmann betont: „Gründlichkeit und Sicherheit haben in diesem Fall absolute Priorität.“
Zeitplan und Überwachung
Die Umsetzung der neuen Stahlhilfskonstruktion soll im Januar 2026 beginnen. Bis dahin wird die Tiefgarage mit einem engmaschigen Monitoring-System überwacht, um jede Veränderung der Bausubstanz frühzeitig zu erkennen. Damit ist die mögliche Gefahrenlage laut Stadt „minimiert und beherrschbar“.
Im kommenden Betriebsausschuss am 4. Dezember wird es im öffentlichen Teil weitere Informationen zum Stand der Maßnahmen geben.
Kosten und Finanzierung
Die Gesamtkosten der Sanierung werden auf rund 44,5 Millionen Euro geschätzt. Bereits im aktuellen Jahr stehen 1,85 Millionen Euro zur Verfügung, 2026 sollen weitere 4,5 Millionen Euro folgen – davon etwa 3,5 Millionen Euro allein für die Stahlhilfskonstruktion. Die Sanierung ist damit langfristig im städtischen Haushalt abgesichert.
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